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Arbeiten 4.0 - Was Unternehmen tun können

Was bedeutet Arbeit 4.0? 

 

Unsere Industriegesellschaft verschiebt sich gerade zusehends zu einer Wissensgesellschaft. Der damit verbundene Wertewandel beeinflusst auch sehr stark unsere bisherige Auffassung von Arbeit. Die Globalisierung, die ohne die Digitalisierung in dieser Form wohl nicht möglich gewesen wäre, eröffnet nun chancenreiche Arbeitskonzepte, die der neu gewonnenen räumlichen, zeitlichen und organisatorischen Flexibilität Rechnung tragen werden. Die damit einhergehenden neuen Modelle der Arbeit 4.0 haben Auswirkungen auf die Unternehmensstrukturen der Zukunft.

 

Welche Werte verbergen sich hinter der Bezeichnung New Work?

 

 

Das "New Work" Konzept (Neue Arbeit) leitete der österreichisch-amerikanische Sozialphilosoph Frithjof Bergmann in seiner Überzeugung, dass das bislang bekannte Job-System am Ende ist, folgerichtig aus dem Freiheitsbegriff her. Die Bezeichnung "Neue Arbeit" weist dabei lediglich auf die unvermeidlichen Konsequenzen auf die Arbeitswelt hin, die sich aus der Globalisierung im Zuge der Digitalisierung ergeben. 

New Work bietet jedem die Freiräume zur Entfaltung der Persönlichkeit und zur Steigerung der eigenen Kreativität. Der arbeitende Mensch wird durch eine neue Handlungsfreiheit zu dem Gefühl geleitet, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Freiheit, Selbstständigkeit und Teilhabe an der Gemeinschaft sind im Rahmen der Neuen Arbeit die zentralen Werte.

 

Selbstbestimmendes Handeln löst die bisherigen starren Arbeitsmodelle ab


Als Kapitalismus-Kritiker entwickelte Bergmann sein Gegenmodell zu dieser unvollkommenen Wirtschaftsform und begründete damit im Ergebnis die New Work Bewegung. Gleich mehrere industrielle Revolutionen waren nötig, um das in unserem Kulturkreis vorherrschende klassische Bild der Arbeit zu prägen. Daraus ergab sich eine Standardisierung der Arbeitsprozesse, die auf ausgeprägten Hierarchien mit klar definierten Kommando- und Zeitstrukturen sowie einer hochgradigen Arbeitsteilung basiert. Mit der digitalen Vernetzung tritt heute eine deutliche Weiterentwicklung der Arbeit in den Vordergrund, die die bisherige Lohnarbeit zunehmend durch eine Wissens- und Schöpfungsarbeit ersetzt. 

Dieser Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft zwingt die Arbeitgeber, sowohl die Unternehmen und Konzerne als auch die öffentlichen Arbeitgeber in Bund und Ländern, geradezu dazu, sich dem Wertewandel in Richtung auf eine freie Arbeitsweise anzupassen. 

 

Die Veränderungen in den Unternehmensstrukturen und Arbeitsräumen haben längst begonnen


Work-Life-Balance ist nicht nur ein flüchtiges Modewort. Immer mehr Menschen fordern zurecht für sich ein, Familie, Beruf und Freizeitgestaltung in einem aktiv miteinander verwobenen Netz selbst bestimmen zu können. So haben sich in der heutigen Erwerbswelt die Begriffe Service-, Informations- und Kreativarbeiter etabliert und das Lager der Arbeitgeber hat sogar schon seine Antworten darauf gefunden. In der Folge verwaschen sich zunehmend die Grenzen zwischen dem Berufs- und Privatleben, was so manchem Gewerkschafter der alten Garde ein Dorn im Auge sein mag. Der kreative Arbeiter empfindet dies aber eher als Freiheits- und Vertrauensgewinn. Ein einfaches Beispiel soll hier eine gewisse Klarheit darüber schaffen, was gemeint ist:

Ein Produktentwickler verfolgt am Sonntag zu Hause vor dem Fernseher die Abendnachrichten oder eine andere Sendung, in der über den erfolgreichen Einsatz einer neuen Legierung berichtet wird. Sofort kommt ihm die Idee, dass dieses Material möglicherweise für die geplante neue Generation von Akkus in seinem Betrieb eingesetzt werden könnte. Das interessiert ihn nun so sehr, dass er sich sofort im Internet über die speziellen Parameter der Legierung informiert und bringt dieses Wissen unmittelbar in die Vormittagsbesprechung am Montag ein. In diesem Betrieb wurden die Stempelkarten für die Arbeitszeit abgeschafft und den Mitarbeiter plagt kein schlechtes Gewissen, dass er an diesem Tag früher geht, weil er sein Kind von der Grundschule abholen möchte. 

Das Einbringen eigener Wünsche und Ideen sowie selbstbestimmtes Handeln werden von modernen Arbeitgebern nicht nur stirnrunzelnd geduldet, sondern dieses Verhalten der Mitarbeiter ist heute ausdrücklich erwünscht, diese Form der Motivation wird mancherorts sogar erwartet. Insgesamt steht unsere Arbeitswelt damit vor großen Veränderungen und Herausforderungen. 

Ein Achtpunkteplan zur konkreten Umsetzung von New Work


Im Zuge des zunehmenden Fachkräftemangels müssen sich heute auch die Unternehmen bei den Arbeitnehmern "bewerben". Und so kann es klappen:

  1. Alle Mitarbeiter werden bei der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens mit einbezogen, ihre Meinung zählt und hat ein Gewicht.

  2. Die eigenen Lern- und Leistungsziele werden in Mitarbeitergesprächen selbst festgelegt.

  3. Selbstbestimmung der Gesamtarbeitszeit und eigenständige Aufteilung der Arbeitszeit auf die unterschiedlichen Projekte.

  4. Regelmäßiger und demokratischer Austausch beziehungsweise Rotation bei den Führungspersonen. Wenn jeder Mitarbeiter diese Rolle einmal übernehmen muss, wachsen sein Verständnis und seine Akzeptanz für die hohen Anforderungen an die Führungskräfte, was wichtig ist.

  5. Unter den Begriff Agilität fallen schnelle Entscheidungsprozesse, die für ein Unternehmen heute wichtiger sind als die Einhaltung starrer Hierarchievorgaben.

  6. Der Punkt Flexibilität bezieht sich auf die Beliebigkeit des Arbeitsortes (Home-Office) und der Arbeitszeiten (Wochenend- oder Nachtarbeit).

  7. Unter dem Begriff Rotation ist der Wechsel von Arbeitsaufgaben zu verstehen. Damit ist auch ein Freiheitsgewinn für das Unternehmen verbunden, führt doch die Rotation zuweilen zu erstaunlichen Ergebnissen. Da blühen plötzlich und unerwartet Mitarbeiter bei anderen Aufgaben auf und leisten mit Freude ein Vielfaches.

  8. Moderne Bürokonzepte wie kreative Work-Spaces haben sich besonders in kleineren Start-ups bewährt. Hier arbeiten die Kollegen in größeren, offenen Räumen zusammen, wodurch alle voneinander lernen und profitieren können.

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